Delfina-Entscheidung (12.10.07)

Delfina-Entscheidung richtet sich gegen die Bürgerschaft

Als „bedauerlich und folgenreich“ für die Delmenhorster Bevölkerung hat Ratsherr Jörg Dombrowe von der Linken Alternative Delmenhorst (LAD) die mit den Stimmen von SPD und CDU getroffene Entscheidung bezeichnet, über die Sanierungsmöglichkeiten des Delfina kein neues Gutachten einzuholen. Dombrowe: „Diese große Koalition von SPD und CDU im Delmenhorster Ratshaus, die von den Bürgern so nie gewollt war, hat beim kostspieligen Neubau eines Bades fatale Auswirkungen für die Finanzen der Stadt“. Sein Antrag, ein neues Gutachten einzuholen, habe entgegen anders lautenden öffentlichen Darstellungen keineswegs der Verzögerung des gesamten Projektes gedient, „sondern einzig und allein dem mir wie auch anderen Ratsmitgliedern auferlegten Auftrag, finanziellen Schaden von der Stadt abzuwenden“. Im Übrigen habe sich der Antrag auf ein bereits 2005 erstelltes Delfina-Gutachten gestützt, mit dem die Sanierungsfähigkeit des Bades detailliert nachgewiesen wurde.

Dombrowe wörtlich: „Dieses Gutachten wurde jedoch gezielt unter den Tisch fallen gelassen, weil es nicht in das Geld verschlingende Konzept einzelner Damen und Herren des Stadtrates und der Stadtwerke passte“ Dieser skandalöse Vorgang, der bezeichnend sei für eine Stadt, „die finanziell aus dem letzten Loch pfeift“, sei einmalig in der Delmenhorster Stadtgeschichte. Der sich abzeichnende „Delfina-Größenwahn“ einer CDU-SPD-Mehrheit im Delmenhorster Stadtrat habe absehbar zur Folge, „dass sich der Delmenhorster Normalbürger sowie viele Familien in Zukunft keinen Badebesuch mehr leisten können“.

Dombrowe: „Das ist im höchsten Maße unsozial und gegen die Interessen der Bevölkerung gerichtet“.

Jörg Dombrowe

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