Die
Beschlussvorlage über die Jury-Empfehlung der Verwaltung ist
aus dem Bieterverfahren entstanden, welches der Delmenhorster
Stadtrat einstimmig beschlossen hat. Dieses Bieterverfahren hat eine
externe Firma durchgeführt, um die Unabhängigkeit und
Transparenz des Verfahrens zu gewährleisten. Jede
Investorengruppe hätte sich am Verfahren beteiligen können.
Es gab mehrere Interessenten von denen einer ein Angebot abgegeben
hat. Dieser Bieter ist wie bekannt die Arbeiterwohlfahrt (AWO).
Die
Beschlussvorlage, welche am 02.03.2008 im Delmenhorster Stadtrat zur
Abstimmung kam, sollte die Verwaltung beauftragen mit der AWO in
Verhandlungen zu treten – nicht mehr und nicht weniger!!! In
solchen Verhandlungen hätte auch z.B. über eine höhere
Pacht verhandelt werden können. Die getätigte Investition
der Stadt (ca.1,4 Mio. €) wird aber in naher Zukunft trotzdem
nicht wieder in die Stadtkasse zurückfließen. Das sollte
auch keinen überraschen. Denn wenn wir rein wirtschaftlich
gedacht hätten, hätten wir das Hotel am Stadtpark gar nicht
erst gekauft.
Aber
wir wollten keine Nazischule in Delmenhorst und haben deshalb einen
politischen Preis für das Hotel gezahlt.
Den
Willen, diesen politischen Preis zahlen zu wollen, haben viele
tausend Delmenhorster in vielen Aktionen gezeigt nicht zuletzt haben
sie fast 1 Mio. € an Spenden zu der nötigen Kaufsumme
beigetragen.
Damit
ein leerstehendes Hotel am Stadtpark nicht langfristig den
Stadthaushalt belastet, haben die Delmenhorster in kurzer Zeit fünf
Konzepte für die Nachnutzung erarbeitet. Daduch sollte eine von
den Bürger akzeptierte und sich finanziell tragende Nutzung
verwirklicht werden, die einen Verkauf des Hotels ausschließen
sollte.
Wenn
das Hotel verkauft wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir
bald in den Zeitungen lesen müssen: “Delmenhorst –
alle Mühe umsonst - Rieger kauft Hotel am Stadtpark“.
Die
Frage an die Delmenhorster ist jetzt: Soll ein neues Bieterverfahren
weitere Zeit in Anspruch nehmen und der Leerstand weiterhin Geld
kosten (bis August sind es immerhin ca. 120000 €)? Soll durch
einen Verkauf des Hotels das Vorhaben, eine Nazischule zu verhindern,
scheitern und viel Einsatz, Mühe und nicht zuletzt Geld
verschenkt werden?
Ein
breites Bündnis von Organisationen ist der Meinung: Der Wille
der Delmenhorster darf nicht mit Füßen getreten werden!!!
Das
vorliegende Angebot muss verhandelt werden. Wenn die
Verhandlungspartner keine für Delmenhorst akzeptable Lösung
finden, dann erst ist das Angebot abzulehnen.
Das
soll mit einem Einwohnerantrag erreicht werden, für den
mindestens 2500 Unterschriften benötigt werden.
Wenn aber das verhandelte Angebot angenommen werden kann, haben wir mit einem Sozialverband als Pächter ein Zeichen gesetzt. Darüber hinaus können Verhandlungen die Öffnung der Einrichtung für alle Generationen ergeben. Somit hätten die Delmenhorster für sich einen Raum der Begegnung für alle Generationen gewonnen.
Delmenhorst:
Mischt EUCH ein!!
Unterschreibt
und beantragt, dass die Verhandlungen unverzüglich aufgenommen
werden!
die mindestens 14 Jahre alt sind
| Anhang | Größe |
|---|---|
| UnterschriftenListen.pdf | 40.04 KB |

