Zeit für Opportunisten
Der Kreisverband Die Linke Delmenhorst verkündet auf ihrer Internetseite im März 2009: Jörg Dombrowe beansprucht Ratssitz für Die Linke.
Wir, die Linke Alternative Delmenhorst, erklären dazu: „Sein Handeln ist politisch nicht korrekt, nicht Jörg Dombrowe hat das Mandat gewonnen sondern die Gesamtliste der LAD mit 3,3% der abgegebenen Stimmen. Es ist und war nie das persönliche Mandat von Jörg Dombrowe oder das Mandat der Partei Die Linke. Die LAD wurde im Jahr 2006 von der WASG, der PDS, der DKP und Parteilosen gegründet. WASG und PDS gründeten bundesweit 2007 die Partei Die Linke. Heute arbeiten in der LAD Mitglieder der Linken, der DKP und viele parteilich nicht organisierte BürgerInnen mit.
März 2009 Zitat Die Linke Delmenhorst: „Delmenhorst - Ratsherr Jörg Dombrowe, der 2006 auf der Liste des Wahlbündnisses Linke Alternative Delmenhorst (LAD) in den Delmenhorster Stadtrat eingezogen ist, hat sein Ratsmandat auf die Partei DIE LINKE übertragen
(…) Dombrowe: „Ich werde als Linker im Stadtrat auch in Zukunft die Politik der LAD mit vertreten.“.(…)
Allerdings sei er an Beschlüsse der LAD nicht mehr gebunden und werde auch bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr für die LAD antreten. Dombrowe legt Wert auf die Feststellung, dass er die Entscheidung nicht im Alleingang getroffen hat. Die jüngste Mitgliederversammlung der Linkspartei habe ihm bei einer Befragung mit großer Mehrheit dazu geraten, diesen Wechsel zu vollziehen.“ (…)
Da fragen wir uns: Wie will Jörg Dombrowe die Politik der LAD im Rat vertreten, wenn er:
1. nicht mehr an unsere Beschlüsse und unser Kommunal-Wahlprogramm gebunden sei.
2. sich (wie er den LAD-Sprechern in einem Brief mitteilt), den unorganisierten nicht verpflichtet fühlt und nicht zuletzt
3. den Kontakt zur LAD schon lange nicht mehr wirklich sucht?
Wir fragen uns auch:
1. Zum Beispiel warum dieser Schritt nicht zuerst mit den Mitgliedern der LAD besprochen wurde, die es ja schließlich betrifft
2. und warum ausschließlich die Mitglieder der Linken dazu befragt wurden?
Und noch einige Gedanken zum Schluss: Hätte ein DKP-Mitglied das Mandat für die LAD erhalten – wie groß wäre jetzt wohl das Geschrei, wenn dieser es wagen würde, dieses Mandat für seine Partei zu beanspruchen?
Die LAD bleibt eine linke Wählergruppe, wir sind den Wählerinnen und Wählern verpflichtet und wir werden weiterhin demokratische Bündnispolitik in Delmenhorst machen. Dazu werden wir auch weiterhin den Kontakt mit Bündnissen und Organisationen suchen – auch mit den Linken. Wir halten das, was passiert ist, trotzdem für politisch nicht korrekt.

